RAUM.WERTE

Am Beginn der Entwicklung der RAUM.WERTanalyse stand als bestimmende Frage wie Gebäude, Innen- und Außenräume ihr höchstes Potential, dh optimale Wirkung auf die Menschen, die in ihnen leben und arbeiten, dh sie benützen, entfalten können. Die Anwendung ist daher auch userInnen- und nicht nur expertInnenzentriert. Die Beurteilungsparameter der benutzungsorientierten RAUM.WERT-Analyse bringen uns weg von den Kriterien so genannter „guter“ oder „schlechter“ Architektur, weg von der subjektiven Einteilung in „schön“ und „hässlich“, aber auch weg von der rein materiell definierten Bestimmung des „Nutzwerts“, hin zu objektiv nachvollziehbaren UND auf das persönliche Befinden und die Bedürfnisse der NutzerInnen abgestimmten Kriterien:

Diese RAUM.WERTE – qualitativ messbare Indikatoren – mit denen die benutzungsorientierte RAUM.WERTanalyse arbeitet, sind:

RW 1 - nachvollziehbare Funktionszusammenhänge
Funktionen wirken auf den Raum, nicht umgekehrt!

Von Menschen geplante Räume dienen bestimmten Funktionen. Sie sind deshalb nicht einfach willkürlich aneinander gereiht, sondern sollen in ihrer Form und Anordnung die Benutzenden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen. Deshalb ist es wichtig, funktionale Abläufe in ihren Zusammenhängen zu erkennen und sie miteinander räumlich nachvollziehbar zu verbinden. Ein Beispiel im Kleinen ist die moderne Küchenplanung, die Arbeitsabläufe, die zusammen gehören, sinnvoll nebeneinander anordnet und somit Zeit und Platz spart.

RW 2 - Orientierung | Übersichtlichkeit
RW 3 - Raumangebot und Raumqualität
RW 4 - Flexibilität | individuelle Entscheidungsmöglichkeiten
RW 5 - Wegeführung: Weg-Längen und Weg-Qualitäten
RW 6 - Nähe und Distanz
RW 7 - Gefühltes Raumklima | Licht – Luft – Farbe – Akustik – Materialien
RW 8 - Anziehungspunkte und Verbindungselemente
RW 9 - Außenwirkung